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23.2. 2006
kunsthalle
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: dialoge
 

CLAUDIA-MARIA LUENIG
Bildende Künstlerin

Geboren 1957 in Herbern/Deutschland. 1985–1999 in Melbourne/Australien. Lebt und arbeitet in Wien. 1980 Diplom für Chemieingeneurwesen, Münster/Deutschland. 1992 Bachelor of Arts (Sculpture), Canberra School of Art, Australien. 1998 Master of Arts (Interior Design), RMIT College, Melbourne/Australien.
Preise:
2005 Anni und Heinrich Sussmann Stiftung, Wien; „Das Engagierte Auge”, Galerie Preis für b a s e m e n t, Grundsteingasse, Wien.
Ausstellungen (Auswahl):
2006 5. Biennale Guymri, Armenien; 2. Biennale Shumen, Bulgarien; Galerie Esplanade, Bad Ischl (E);Tempel, Cabaret Renz, Wienwww.cml-katalyst.com

MAG. FABIAN KANZ
Anthropologe

2004 50 % Anstellung an der Medizinischen Universität
Wien (MUW).
2002 - 50 % Anstellung als Anthropologe am Österreichischen Archäologischen Institut (ÖAI).
2002 Wissenschaftliche Leitung, Konzeption und Umsetzung der Ausstellung „Gladiatoren in Ephesos. Tod am Nachmittag“ im Ephesos Museum Selçuk (TRK)
1993 - Mitarbeit an diversen anthropologischen und medizinischen Projekten im Auftrag des FWF, Bundesdenkmalamtes (BDA), des Österreichischen Archäologischen Institutes (ÖAI) bzw. der Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
2003 Theodor-Körner-Förderpreis.

“HERRIN ALEXA...”, 2006
Fotografie auf Leinwand, auf Leinwand genäht,
Text von Hand gestickt,
Füllmaterial, Zierkante
40x40cm

In „Seven Deadly Sins” (Sieben Todsünden) werden die verschwindenden Grenzen zwischen Lust und Schmerz aufgezeigt: handgestickte Frauenbilder aus Anzeigen der 1950er Jahre kombiniert mit Text und Nadeln, die jeweils die Leinwand durchdringen. In der heutigen Zeit erscheinen die Sieben Todsünden in einer maskierten und nicht so offensichtlich greifbaren Form. Während sie in den 50er Jahren als (Tod)Sünden angesehen wurden, sind Konsum, Lust, Sex und Macht eine permanente Erscheinung in unserem heutigen Leben.
Wie der neueste Modetrend – die Kragenformen der 50er – sind auch Freiheit, Glamour, Stil und soziale Anerkennung, Wünsche, Verlangen und Leidenschaften gesellschaftlichen Konditionen unterworfen. Die Nadeln repräsentieren diese Konditionen. Das Durchdringen der Oberfläche entspricht den Restriktionen und Konditionen. Die Klassifikation der einzelnen Gesichtzüge und der dazu gehörigen Sünde unterstreicht die Möglichkeiten.